
Diese Frage war das Leitthema des Grünen Ohrs am 15. Dezember 2018 – und gleich eine ganze Menge Oytener kamen, um uns Grünen ihre Sicht der Dinge zu erklären.
Eine Oytenerin war der Meinung, die Finanzierung der Straßenkosten solle über die Einkommenssteuer erfolgen, schließlich würden schon genügend Steuern gezahlt. In das gleiche Horn stieß ein anderer Besucher, der keine Steuererhöhung tragen wolle, statt dessen solle die Gemeinde an anderer Stelle die Verschwendung von Steuergeldern stoppen (als Beispiel nannte er den Millionen-schweren „Boulevard“).


Neben den Stimmen, die Steuererhöhungen ablehnten, gab es auch einige Befürworter einer Erhöhung der Grundsteuer, insbesondere vor dem Hintergrund des Gebots der Gleichbehandlung – denn im Moment zahlten immer nur Anrainer von Gemeindestraßen, während beispielsweise Anrainer von Kreis- und Landesstraßen nicht zur Kasse gebeten würden. Ein Oytener brachte vor, dass seiner Meinung nach eine solche zweckgebundenen Grundsteuererhöhung nicht über die Kreisumlage teilweise an den Landkreis abzuführen wäre.
Allerdings gab ein Oytener zu bedenken, dass eventuell nach der Grundsteuerreform, die gerade im Bund verhandelt werden, die Grundsteuer nicht mehr auf Mieter umgelegt werden dürfe – somit also nur Vermieter für die Straßenfinanzierung aufkämen, selbst wenn die gar nicht vor Ort wohnten, während die Mieter fein raus wären, obwohl sie mit ihren Fahrzeugen tatsächlich die örtlichen Straßen nutzten.

Es wurden aber auch andere Themen vorgebracht – eine Sagehornerin sprach sich dafür aus, dass die Taktung der Zugverbindung von Sagehorn nach Bremen verbessert werden solle, es führen zu wenige Züge, früher sei die Taktung besser gewesen.
Ein Anwohner aus dem Thünen beschwerte sich über die mangelhafte Befestigung der Seitenstreifen des Thünen, nachdem dort Gas-Arbeiten vorgenommen worden seien. Außerdem gebe es zu wenige Straßenlaternen an der Straße.
Artikel kommentieren